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Nordsardinien – Ballerwind, Sonne und Meer

Von der guten Miene (Inga)

Anfang April 2012 ging es los für zwei Wochen nach Sardinien. Freitag abend sind wir (Sander und Inga) zunächst bis zum Comer See gefahren an dem wir am Samstag morgen erst einmal eine Morgensession eingelegt haben.

 

 

Anschließend ging es dann nach Genua, wo wir unseren Bekannten Stefan (Airush Deutschland) getroffen haben und ab wo wir eine Übernachtfähre nach Sardinien gebucht hatten. Am nächsten Morgen sind wir dann bei strahlendem Sonnenschein in Porto Torres angekommen. Erst mal frühstücken (was auf sardisch bedeutet: ein lummeliges Croissant und einen Kaffee) und dann ging es gleich nach Alghero an die Westküste, wo der Südwestwind geballert hat.

 

Da der Wind am nächsten Tag auf Ost drehen sollte sind wir abends noch die Hälfte der Strecke zur Ostküste gefahren. Das war eine Lektion, die wir gleich am Anfang des Urlaubs gelernt haben: Wer viel kiten will, muss viel fahren, da der Wind ständig dreht. Wir haben in den 2 Wochen auf Sardinien nochmal 1000 km verfahren. Am Coghinas-See haben wir dann ein Schlafplätzchen für unseren Bus gesucht, was in der Dunkelheit aber ziemlich schwierig war. Nach einiger Zeit haben wir etwas Licht am See gesehen und dachten es wären Fischer. Wir sind dann dorthin gefahren, aber die Fischer haben sich als die übelsten Hippies herausgestellt, die von Goa zu Goa fahren und im Moment an dem See hausen. Nachdem es dort aber sehr schön aussah und wir auch nicht mehr weitersuchen wollten, haben wir beschlossen, die erste Nacht auf Sardinien dort zu campieren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am nächsten Tag sind wir dann vollends an die Ostküste gefahren und mussten leider feststellen, dass es 1) ziemlich schlechtes Wetter und 2) deswegen auch keinen thermischen Wind gab. Schade…. Dann haben wir erst einmal einen Campingplatz gesucht, weil wir duschen wollten. Wie sich herausstellen sollte, war dieser Plan gar nicht so einfach in die Tat umzusetzen. Ostern ist auf Sardinien noch keine Saison und alle Campingplätze waren zu (auch später würde sich das Finden von offenen Campingplätzen und Duschen als problematisch herausstellen). Von anderen deutschen Campern haben wir dann aber doch noch einen Tipp bekommen, welcher Campingplatz offen hatte. Den Rest des Tages haben wir dann wegen des Regens mit duschen, grillen und schlafen verbracht. Am folgenden Tag haben wir dann bei Murta Maria eine Saline mit Flachwasser gefunden. Leider wurde der Wind etwas von einem Berg abgedeckt und war dadurch sehr böig. Aber immerhin FLAAATTT!!!

 

Der Mittwoch präsentierte sich mit durchwachsenen Verhältnissen. Immer mal wieder setzte sich die Sonne durch und es kam zu thermischen Wind. Dabei konnten wir ein lustiges Phänomen beobachten: Ähnlich wie beim Tafelberg in Südafrika, setzte immer wenn sich um den Tavolaraberg eine Wolke bildete, die Thermik ein und wir hatten eine schöne Session.

 

 

Am darauf folgenden Tag drehte der Wind mal wieder in die andere Richtung. Wir sind also hoch nach Porto Pollo, das die beste Vorhersage hatte. Was für ein übler Spot. Der Spot teilt sich in den Bereich für Kiter links von einer Landzunge und rechts für Windsurfer. Während die Kiter auflandigen Wind hatten, übelsten Chop und total viele Leute, hatten die Windsurfer feinste Bedingungen und ein mega Flat. Wir haben es dennoch versucht. Als mal wieder der übelste Hackwind einsetzte, sind wir etwas weiter gefahren nach Porto Liscia. Dort begrüßte uns bereits nach der ersten Kurve der Zufahrt lauer “No Kite, No Kite”-Schriftzüge, was uns aber nicht abgehalten hat, da der Spot als Kiterevier eingetragen war. Also Aufbauen und raus. Dabei hat der Wind dann aber bereits ziemlich nachgelassen. Die Windsurfer waren bereits alle vom Wasser. Nach 15 Minuten war der Wind dann leider ganz weg. Der Spot war allerdings geil und wir wollten am nächsten Tag dort wieder raus. Nachdem auf unserem Auto dann aber ein “No Kite”-Sticker prangte, haben wir es uns doch anders überlegt. Wer auch immer das war, er hätte uns ja auch einfach ansprechen können…. Der Spot war ja auch groß genug für alle…. Na ja…. Aber bevor wir uns mit irgendwelchen militanten Windsurfern anlegen, sind wir dann aber doch weiter gefahren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Tage darauf, haben wir in Valledoria verbracht. Hier ist eine wunderschöne Flachwasserlagune und feinstes Flat. Am ersten Tag hatten wir leider keinen Wind, aber beim traumhaften Sonnenschein haben wir entspannt, die Jungs haben gefischt und wir haben einfach mal Urlaub gemacht. Die nächsten zwei Tage hat dann der Mistral geballert und es gab fette Kiteloop Action.

 

 

Am Montag war der Spuk dann vorbei und es hatte leider überhaupt keinen Wind mehr. Wir sind dann zurück an die Westküste gefahren. Zuerst ging es nach Stintino. Eine wunderschöne Urlaubsregion mit traumhaftem karibisch-blauen Wasser und schönen Sandstrand. Leider war hier der Wind ablandig, deswegen sind wir runter nach Alghero gefahren. Dort hatte es leider kaum Wind. Inga hat versucht etwas mit dem 12er rumzugurken und Stefan war mit seinem 16er unterwegs. Am nächsten Tag hatten wir dann leider gar keinen Wind mehr. Wir haben uns die Touristenstadt Alghero angeschaut, die auch wirklich schön ist und Eis, Pizza, Crepes, etc. gegessen. Auch eine Möglichkeit den Tag zu verbringen .

 

 

Am Dienstag abend sind wir dann zurück nach Valledoria, wo wir auch bis Samstag geblieben sind, weil wir keine Lust mehr auf Fahren hatten. Am Mittwoch hat dann mal wieder der Mistral geballert…. Donnerstag Sonne und kein Wind. Freitag Regen und kein Wind. Und dann ging es ganz flugs und der letzte Urlaubstag ist angebrochen. Samstag hat es mal wieder jenseitig geballert, aber es war der letzte Tag also waren wir so lange auf dem Wasser wie es ging und ich den Kite noch halten konnte, ohne wegzufliegen…. Auf einmal war es 5 Uhr und wir mussten uns beeilen rechtzeitig auf die Fähre zu kommen. Die hat dann bei 7 oder 8 Windstärken auch ganz schön geschwankt nachts… Wir sind trotz allem wieder gut auf dem Festland angekommen und die Heimfahrt an den Bodensee verlief auch gut.

 

Alles in allem zwei tolle Wochen. Über 50% Wind, wenn auch sehr, sehr stark, viel Sonne und gute Spots.